Incom ist die Kommunikations-Plattform der Muthesius Kunsthochschule

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Seminar: Gespenster, Geister und Phantome, Erscheinungen in den Künsten und philosophische Reflexionen.

nur für Incom-Mitglieder

Beginn: 14.04.2026 in Präsenz im Hörsaal

Alle weiteren Termine online.

“One need not be a

Chamber –

To be Haunted –

One need not be a House –

The Brain has Corridors –

Surpassing

Material Place –“

Emily Dickinson

Die Geister einer vergangen Zeit suchen uns nicht selten heim und beeinflussen, was vor uns liegt. Dichtung und Literatur widmen sich insofern häufig dem, was uns heimsucht. Philosophie bietet „Geisterhypothesen“ und Reflexionen solcher Gespenster an, denn wir erben nicht nur Geister der Vergangenheit, sondern auch die Vergangenheit des Geistes. Derart widmet sich Philosophie bevorzugt den Zwischenzonen, zwischen Leben und Tod, Diesseits und Jenseits oder der Präsenz von Absenz und Absenz von Präsenz, dem Unsichtbaren im Sichtbaren und Verschwundenen im Erscheinenden insbesondere in Krisenzeiten. Auch derzeit ist die Zeit wieder aus den Fugen („The time is out of joint“ Hamlet).

Doch Gespenster, Geister und Phantome sind auch ein aisthetisches / ästhetisches Phänomen und so sind es „Medien“, die „immer schon Gespenstererscheinungen“ (Friedrich A. Kittler) liefern. Von den Geistern, die durch das Theater spuken, über die Geisterphotographie im 19. Jh. und dem Film als Medium der Phantome par excellence bis zur Fernsehserie „Hospital der Geister“ von Lars von Trier und der Theaterinszenierung des gleichnamigen Stoffes am Deutschen Theater (Berlin, 2025) kommen Gespenster, Geister und Phantome medienübergreifend unterschiedlich zur Erscheinung. Dabei werden „Geisterhäuser“ als „Spuk im Interieur“ sowohl ganz konkret als auch als innerpsychische Erinnerungsräume oder transgenerationale Traumata virulent. In den bildenden Künsten sind Gespenster und Geister von Odilon Redon über Paul Klee bis Katharina Fritsch Thema. „Heimsuchungen“ von Vergangenem und Unsichtbarem werden gegenwärtig zudem von Luc Tuymans bis Carrie Mae Weems, durch verschiedene Kontexte motiviert, politisch relevant. Ein aktueller Fokus auf eine „hauntologische Kunst“, der wir an konkreten Beispielen nachspüren werden, stützt sich einmal mehr auf philosophische Reflexionen. Inbesondere Jacques Derrida fungiert als Referenzautor, dem wir uns insofern widmen werden. Da der britische Kulturtheoretiker Mark Fisher - in Anknüpfung an Derrida - „Hauntologie“ als kritische Reflexion der „verlorenen Zukünfte einer bislang nicht eingelösten Moderne“ fortführte, wird auch er uns in diesem Seminar beschäftigen.

Bemerkung: Der Zoom-Meetingraum wird nach Anmeldung bei meyer@muthesius.de bekannt gegeben. Die für das Seminar basalen Texte werden digital verschickt.

Bitte geben Sie bei der Anmeldung den Lehrbereich, den Abschluss (BA oder MA) und die Semesterzahl an.

Fachgruppe

Freie Kunst BA

Modul 12 Theoretische Vertiefung

Kommunikationsdesign BA

Modul 12 Vorbereitung Thesis (alte Studienordnung)

IKDM

Modul Wahlpflicht – IKDM

Freie Kunst MA

Modul 3 Theorie

Kommunikationsdesign MA

Modul 4 Vertiefung

Raumstrategien MA

Modul 4 Vertiefung

Semester

Sommersemester 2026

Wann

Dienstag, 11:30 – 13:30

Erster Termin

14.04.2026

Prüfungsleistung

TN, 2 credits oder TN/Hausarbeit/Note, 2 credits.

Archivierung

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Lehrende