In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
Das 21. Jahrhundert ist geprägt von globaler Vernetzung. In Kriegen und Konflikten treffen territoriale Ansprüche auf kulturelle, soziale, wirtschaftliche und wissensbasierte Netzwerke. Bilder übernehmen dabei operative Funktionen: Sie strukturieren Wahrnehmung, steuern Handlungen und wirken an der Umordnung von Räumen mit.
Nach Martina Löw ist Raum kein Container, sondern entsteht relational durch die Anordnung von Menschen, Objekten, Medien und Wissen. Kriege greifen genau diese Relationen an, zerstören sie oder setzen sie neu zusammen.
Das historische Wunderkammerkonzept macht diese Verbindung von Bild, Raum und Macht paradigmatisch sichtbar. Wunderkammern sind politisierte Wissensräume, in denen Welt durch Ordnung, Sichtbarkeit und Sammlung verfügbar gemacht wird. Die Gottorfer Herzöge inszenierten ihre Wunderkammer und den begehbaren Globus (1650) als wissenschaftliche Alternative zur militärischen Macht. Bis zu ihrer Auflösung 1713 fungierte sie als diplomatische und kulturelle Bühne.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Welche Bilder, Räume und Wissensnetzwerke wollen wir heute zu demokratischen Zwecken nutzen – und wie können wir sie schützen und zugänglich halten?
Obligatorisch fĂĽr das 4. Sem BA
Raumstrategien BA
Modul 7 Ästhetik des Raums
Sommersemester 2026
Dienstag, 18:00 – 19:30
07.04.2026
2 ECTS
L 02.07 Studio 24 Seminarraum Raumstrategien
Relevanter Community-Workspace / wird nicht reduziert