In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre
Hauptprojektangebot 6. BA
Begleitseminar: Begleitseminar: Experimentelles Bauen und Entwerfen Meike Schlemmer, ggfls Workshop Berlin 27.-30.4.26
Öffentliche Räume sind Orte des gesellschaftlichen Lebens – des Zusammenkommens, des Handels und Konsums, der Bewegung, der Freizeitgestaltung und Entspannung. Sie sind Orte der Begegnung, des sozialen Austauschs und der demokratischen Teilhabe und bilden deshalb ein zentrales Handlungsfeld von Stadtentwicklung, Stadtplanung und Stadtgestaltung.
Der öffentliche Raum steht unter Druck. Zwischen gesellschaftlicher Aufladung, lokaler Mangelverwaltung und globalen Transformationsbedarfen wie Klimagerechtigkeit und Digitalisierung ist der urbane öffentliche Raum zu einem stark umkämpften Feld geworden. Die daraus erwachsenden Flächenkonkurrenzen erfordern mehr Komplexität in der Stadtplanung und multicodierte Flächen im öffentlichen Raum, um mit knapper werdenden Ressourcen auszukommen.
Um wirklich nachhaltige Veränderungen anzustoßen, bedarf es jedoch auch neuer gemeinsamer Narrative und einer Kultur gesellschaftlicher Aushandlung. So entsteht ein Spannungsfeld zwischen vielfältigen Ansprüchen und realen Möglichkeiten, das die zukunftsgerichtete Weiterentwicklung und Umgestaltung öffentlicher Räume zu einer komplexen Transformationsaufgabe macht.¹
Es braucht besondere Orte, um dieser Entwicklung Raum zu geben – Begegnungsorte, die diese Widersprüche aufnehmen können, und Orte des Experimentierens, um Antworten auf offene Fragestellungen zu erproben und neue Formen der Aushandlung zu implementieren.
Von Wasser lernen
In diesem Projekt untersuchen wir das Thema des öffentlichen Raums als gesellschaftliche Schnittfläche ausgehend vom Element Wasser. Wasser ist unsere Lebensgrundlage² und gleichzeitig durch menschliches Handeln – Industrie, Mobilität und fossile Verbrennung – der Kontamination ausgesetzt. Es ist Ressource, Infrastruktur und Lebensraum zugleich und Teil ritueller Handlungen, von Hygiene, Reinigung, Ernährung und Freude. Die Vielgestaltigkeit des Wassers und seine Verwobenheit mit der menschlichen Existenz machen es zu einem Lernraum für neue Formen der Koexistenz.
Im Projekt waterworks nähern wir uns über Recherchen und räumliche Experimente mit Wasser und Infrastrukturen der Frage, wie wir besondere Orte der Koexistenz von Mensch, Natur und Technologie entwerfen können. In einem schrittweisen Prozess werden Interventionen für den öffentlichen Raum entlang des Wassers in Kiel entwickelt und im Modell sowie ggf. im Maßstab 1:1 umgesetzt.
¹ Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) (Hrsg.): Vom
Stadtumbau zur städtischen Transformationsstrategie. BBSR-Online-Publikation Nr.
09/2020. Bonn: BBSR, 2020. Online verfügbar unter:
https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/veroeffentlichungen/bbsr-online/2020/bbsr-online-09-2020.html
² Heinrich-Böll-Stiftung (Hrsg.): Wasseratlas. Warum Wasser nicht käuflich sein
sollte. Berlin: Heinrich-Böll-Stiftung, 2023.
Raumstrategien BA
Modul 12 Raumstrategien Räumliche Interaktion
Sommersemester 2026
Mittwoch, 14:30 – 18:00
15.04.2026
18 ECTS
L 02.11 Studio 27 3. Semester Raumstrategien
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