Incom ist die Kommunikations-Plattform der Muthesius Kunsthochschule

In seiner Funktionalität auf die Lehre in gestalterischen Studiengängen zugeschnitten... Schnittstelle für die moderne Lehre

Incom ist die Kommunikations-Plattform der Muthesius Kunsthochschule mehr erfahren

100 Jahre Bauhaus: Pädagogik–Frauen–Bühne

nur für Incom-Mitglieder

Im Bauhaus-Jubiläumsjahr widmet sich das Seminar drei thematischen Schwerpunkten, die nacheinander behandelt werden sollen. Die Bauhaus-Pädagogik war mit den Vorkursen von Itten, Moholy-Nagy u.a. ein absoluter Neubeginn der akademischen Künstlerinnenausbildung. Was war Gegenstand des Unterrichts, wie wurde unterrichtet, an welche Pädagogik knüpfte der Unterricht an und welche historischen Vorbilder gab es für die Bauhausprofessorinnen? Nach Schließung des Bauhauses durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 gab es Fortführungen des Bauhaus-Konzepts im Black Mountain College und in der Ulmer Hochschule für Gestaltung. Es soll über die Aktualität des Bauhauses heute nachgedacht werden.
Neben allem progressiven Tun gibt es einen blinden Fleck bei den modernen Avantgarden: Die Arbeiten der zahlreichen Frauen, die die Moderne prägten blieben oft unbeachtet. Nach Bestrebungen zur Gleichbehandlung zu Beginn der 1920er Jahre wurden, auch beeinflusst durch die regressiven politischen Tendenzen, ihre Arbeitsmöglichkeiten stark beschränkt. Die Frauen am Bauhaus wurden dazu angehalten ihre Arbeiten in der Weberei durchzuführen und in der Fläche zu arbeiten (die allerdings im Gegensatz zu den anderen Werkstätten damals ökonomisch höchst erfolgreich war). Es werden die Arbeiten der Bauhaus- Frauen sowie die Wege, die ihre Arbeiten nahmen, untersucht.
Die Bühne stellte einen elementaren Bestandteil der gestalterischen Ausbildung am Bauhaus dar, während die Bühnenexperimente eine Neuordnung der Szenografie in den Fokus rückten. Darin ging es um typologische Fragen von Bühne als Laboratorium, als Total- (Walter Gropius) oder U-Theater (Farkas Molnár), um kinetische Übertragungen im triadischen Ballett (Oskar Schlemmer), Lichtspiele zur Atmosphärenerzeugung (Lázsló Moholy-Nagy) sowie die Einbeziehung des Publikums ins Theatergeschehen. Das Ziel war die Schulung eines neuen Raum-Zeit-Bewusstseins am Ausgangspunkt der Moderne.

Fachgruppe

Zentrum für Theorie

Forum

Semester

WiSe 18 / 19 – SoSe 19

Raum

1.EG Medienseminarraum

Lehrende