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triton - Leckageprävention

Darum gehts:
Ein Ausfall der Wasserversorgung kann insbesondere bei kritischen Einrichtungen eine Vielzahl von Menschen betreffen und einschränken. Unterspülung und Überschwemmte Keller führen zu enormen Sachschäden, extreme Rohrbrüche können sogar lebensgefährlich sein.
In Kiel finden durchschnittlich 20 Rohrbrüche pro Monat statt. Insbesondere die damit verbundenen Tiefbauarbeiten um an die meist unter Straßen verlegten Rohre zu gelangen, kostet mehrere Millionen Euro pro Jahr und sorgen teils für tagelange Verkehrsbehinderungen.
Das Rohrnetz besser zu kennen und zu wissen welche Rohre wann besonders belastet werden, wo sich Hitze und Kälte stauen oder wo viel Verkehr über die Straßen rollt, kann helfen, das Trinkwassernetz intelligent und präventiv zu warten. Statt auf plötzliche Leckagen zu reagieren und diese zu flicken, können bereits im Vorfeld Prognosen und Simulationen erstellt werden, um zu sehen welche Rohre von Leckagen betroffen sein könnten. Befinden sich gefährdete Rohre in einer Region, in der gebaut werden soll, kann der Wasserversorger sich danach richten und den statt findenden Tiefbau für seine Zwecke mit nutzen und alte Rohre austauschen.

So liefs:
Das schwierigste an diesem Projekt, war zuerst einmal die ganze Thematik und die Zusammenhänge zu verstehen. Wie kommt das Wasser überhaupt zu uns? Welche Akteure spielen eine Rolle, was sind Probleme und Herausforderungen für die Wasserversorgung der Zukunft und wo können wir als Designer überhaupt ansetzen und positive Veränderungen hervorrufen? Sehr geholfen hat uns dabei, dass wir sowohl das Wasserwerk in Schulensee, als auch die Leitwarte (Steuerungszentrale...) der Stadtwerke besichtigen konnten. Ohne diese Besichtigungen hätten wir viel zu viele wichtige Entscheidungen im Designprozess nur aufgrund schwammiger Annahmen gemacht. Ein Großteil der Arbeit war also erst einmal die Wissens-Anneignung.

Danach runter zu brechen, was für uns relevant ist, wo wir Potential sehen und was sinnvoll vermittelbar sein wird, war der nächste große Schritt.
Parallel dazu, haben wir immer neue Mockups und Entwürfe gebaut, um schnell überprüfen zu können, ob unsere Vorstellungen in ein Interface umsetzbar sind. Bis zum Schluss haben sich immer wieder grundlegende Dinge verändert und die Köpfe haben geraucht. Der jetzige Entwurf ist die letzte Instanz von vielen vielen Schritten, wovon man sicherlich jetzt einige belächelt, aber alle waren nötig um zu diesem Ergebnis zu kommen.
Bei einem so komplexen Thema war es sehr hilfreich im Team zu arbeiten, weil es ziemlich schwierig ist, da alleine den Überblick zu behalten und die gegenseitige Motivation Gold wert sein kann.

Fachgruppe

Industriedesign

Art des Projekts

Studienarbeit im Hauptstudium

Zugehöriger Workspace

H2IO

Entstehungszeitraum

Sommersemester 2018

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